Architektur

„Groß und herrlich wie ein Koloss, eine Pyramide, ein Dom zu Köln.“ (Ernst Moritz Arndt 1814)

Bereits als 1814 die Idee zu einem Denkmal für die geschichtsträchtige Schlacht bei Leipzig entstand, waren sich die Initiatoren mit dem Dichter E. M. Arndt, der selbst gegen Napoleon gekämpft hatte, einig: Um an die tausenden von Toten der Völkerschlacht zu gedenken, bedarf es eines monumentalen Baus.

Nicht nur die Höhe von 91 Metern, sondern auch die Maße des Fundaments sind mit 70 Metern Länge und 80 Metern Breite enorm.

Vom Parkplatz aus , erstreckt sich vor dem Denkmal ein großes Wasserbecken, der sogenannte „See der Tränen“. Seitlich vor dem Denkmal befinden sich zwei Wachhäuser. Dazwischen führe die ersten von insgesamt 500 Stufen zum Sockel des Denkmals hinauf. Hier thront die Statue des Erzengels Michael, der als Schutzpatron der deutschen Soldaten galt. Über ihm findet sich eine gigantische Inschrift „Gott mit uns“. Zu beiden Seiten der Statue ziehen sich 30 Meter weit Szenen der Schlacht als Relief am Granitporphyr entlang.

An der Außenseite der Kuppel sind 12 Ritterfiguren aufgereiht, die mit ehrfurchtgebietendem Blick den Frieden hüten sollen. Die zwischen ihnen angeordneten Fenster lassen Licht in das Innere des Denkmals. Dort, im Hauptraum, der Ruhmeshalle, befinden sich weitere eindrucksvolle Statuen. Inmitten der Halle befindet sich die Krypta, das symbolische Grab für die in der Völkerschlacht Gefallenen. Eine bronzene Grabplatte mahnt an die über 120.000 Toten. Umringt ist sie von acht Schicksalsmasken, vor denen je zwei steinerne Krieger wachen. Über ihnen ragen vier 9,5 Meter hohe Totenwächter-Statuen in die Höhe. Sie verkörpern die Tugenden der Schlacht: Tapferkeit, Volkskraft, Opferbereitschaft und Glaubensstärke. Die sich anschließende Kuppeldecke ist insgesamt 68 Meter hoch und mit 324 mannshohen Reitern plastisch ausgestaltet.

Für den Bau des Denkmals wurden über 26.500 Natursteinblöcke verarbeitet. Die Masse beträgt 300.000 Tonnen.

Es gibt Stimmen, die behaupten, dass Clemens Thieme als überzeugter Freimaurer und geistiger Vater des Völkerschlachtdenkmals, freimaurerische Elemente in die Konstruktion einfließen ließ. So orientiere sich der Aufbau des Denkmals zum Beispiel am Grundriss des Salomonischen Tempels und zeige Gemeinsamkeiten mit der „Freemasons Hall“, dem Gebäude der großen Freimaurerloge in London.

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