Thomaskirche

Berühmt geworden ist die Thomaskirche vor allem als Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs im Amt des Thomaskantors sowie als Komponist. Viele von Bachs Werken wurden in der Thomaskirche uraufgeführt. Fast hundert Jahre nach Bachs Tod, kam Felix Mendelssohn Bartholdy 1835 nach Leipzig. Im Gewandhaus gab er Konzerte und richtete mit dem Konservatorium die erste Musikhochschule Deutschlands ein. Gleichzeitig brachte er die Werke Bachs, die bis dahin in Leipzig weitgehend in Vergessenheit geraten waren, zu Neuaufführungen und legte so den Grundstein für die traditionsreiche Pflege des Bachvermächtnisses der Stadt. Als Zeichen der Ehrung wurde 1908 vor der Thomaskirche ein Bachdenkmal eingeweiht. Bis heute bemüht sich Leipzig sehr um das Andenken an Bach. Veranstaltungen wie das Bachfest erfreuen sich jedes Jahr zahlreicher Besucher aus der ganzen Welt.

Der Thomanerchor singt seit fast 800 Jahren noch immer regelmäßig in den Motetten und zu den Hochfesten der evangelischen Kirche in der Thomaskirche.

Bedeutung erlangte die Thomaskirche außerdem als Gründungsort der Leipziger Universität 1409 und durch die Predigten Martin Luthers zu Zeiten der Reformation.

Entstanden ist die Thomaskirche zwischen 1212 und 1222 aus dem Gebäude der früheren Marktkirche. Um 1355 wurde der bis dahin romanische Altarraum gotisch umgestaltet. Im 15. Jahrhundert wurde das romanische Kirchenschiff bis auf die Grundmauern abgerissen und die Thomaskirche als spätgotische Hallenkirche neu errichtet. Im Stil der Renaissance hingegen wurde 1702 der achteckige Turm der Kirche fertig gestellt. Eine weitere große bauliche Veränderung fand mit der kompletten Renovierung der Kirche im neugotischen Stil in den Jahren 1884 bis 1889 statt. Seitdem gab es keine markanten Umbauten mehr.

Adresse

Thomaskirche
04109 Leipzig

Homepage: www.thomaskirche.org

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