Russische Gedächtniskirche

Die Russische Gedächtniskirche (Bild:LTM/Andreas Schmidt)

Neben dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal, wurde auch die Russische Gedächtniskirche zum Gedenken an die Toten der Völkerschlacht erbaut. Zur Erinnerung an über 22.000 russische Soldaten, die ihr Leben gelassen hatten, wurde 1912 mit dem Bau der Kirche begonnen. Sie wurde am selben Tag wie das Völkerschlachtdenkmal, am 18. Oktober 1913, eingeweiht. Noch heute befinden sich am Eingang des Bauwerkes zwei Kriegsgedächtnistafeln in deutscher und russischer Sprache, die an den Befreiungskrieg erinnern.

Die ersten Pläne für die Kirche stammten von dem russischen Architekten Wladimir Alexandrowitsch Pokrowski. Auf dieser Grundlage erarbeiteten die Architekten und späteren Bauleiter Georg Weidenbach und Richard Tschammer den endgültigen und vereinfachten Entwurf. Ungefähr 1 Million Goldmark betrugen schließlich die Baukosten, die zur Hälfte aus Spenden finanziert wurden. Seit der Fertigstellung dient die Kirche den Russisch-Orthodoxen Christen Leipzig als Gotteshaus.

Der Turm der Gedächtniskirche erhebt sich 55 Meter in die Höhe und ist gekrönt von einem 16-seitigen Zeltdach. Die vergoldeten Zwiebelkuppel ist einer der markantesten Punkte der Leipziger Stadtsilhouette. Sowohl die äußere Gestaltung als auch die üppigen Verzierungen im Innern, machen die Kirche zu einer Sehenswürdigkeit. Regelmäßig von Besuchern bestaunt wird die fast 18 Meter hohen Ikonenwand, die über 70 Heiligenbilder umfasst sowie der 800 Kilogramm schwere Kronleuchter.

In dem Gebäude befinden sich außerdem eine kleine Gemeindebibliothek und ein Kirchenmuseum.

Adresse

Russische Gedächtniskirche
Philipp-Rosenthal-Str. 51A
04103 Leipzig

Homepage: www.russische-kirche-l.de

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