Nikolaikirche

Über die Grenzen hinaus wurde die Nikolaikirche bekannt durch ihre Friedensgebete, aus denen sich die Montagsdemonstrationen gegen das DDR-Regime entwickelten, die 1989/90 zur Friedliche Revolution führten.

Nikolaikirche in Leipzig

Die Nikolaikirche in Leipzig (Bild: LTM/Andreas Schmidt)

Die historische Bedeutung der Kirche geht aber viel weiter zurück. Denn schon einmal war sie Ausgangspunkt einer historischen Umwälzung gewesen. Martin Luther predigte hier in der Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai und begann in Leipzig 1539 mit der Reformation der Kirche. In diese Zeit fiel auch der Umbau des 1165 ursprünglich im romanischen Stil erbauten Gebäudes zu einer spätgotischen Hallenkirche.

Noch heute erinnert die 1999 errichtete Palmensäule vor der Kirche an eine weitere große architektonische Veränderung. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Innenraum der Nikolaikirche nach dem Ideal der „Urhütte“ ausgestaltet. Zuletzt wurde 1901 bis 1902 die spätgotische Außenfassade erneuert.

Neben Luther wirkte auch Johann Sebastian Bach in Leipzig. Seit 1723 war er in der Stadt Thomaskantor und führte 1724 in der Nikolaikirche zum ersten Mal seine berühmte Johannespassion auf. Zahlreiche seiner andere Werke und Kantaten entstanden in Leipzig.

Die historische Bedeutung der Nikolaikirche sowie ihre Architektur locken jährlich tausende Besucher an.

Adresse

Nikolaikirche
Nikolaikirchhof 3
Leipzig

Homepage: www.nikolaikirche-leipzig.de

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