Brühl

Bruehl

Das Kaufhaus am Brühl (Bild:LTM/Andreas Schmidt)

Der Leipziger „Brühl“ galt lange Zeit als einer der wichtigsten Handelsplätze Leipzigs. Konzentriert war dort der nationale und internationale Handel mit Pelzen. Der Name „Brühl“ galt als Synonym für hochwertige Kürschnerwaren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der Blütezeit des Kaufhausbaus in Deutschland, wurde auch in der Messestadt ein repräsentativer Konsumtempel errichtet, der 1943 infolge der erlittenen Schäden durch Bombenangriffe geschlossen werden musste. Er wurde danach provisorisch instandgesetzt. Erst Mitte der 60er Jahre wurde der Wiederaufbau als Warenhaus des DDR-Unternehmens Konsument in Angriff genommen. Man ersparte sich jedoch eine aufwendige Sanierung der Fassade, indem man diese mit Aluminiumplatten verkleidete. Das Ergebnis war jedoch beachtlich, weil sich diese perfekt in das Leipziger Stadtbild einpasste, was zur damaligen Zeit nur von sehr wenigen DDR-Bauten behauptet werden konnte. Schon bald nannten die Leipziger ihr neues Kaufhaus liebevoll „Blechbüchse“

2010 wurde die alte Blechbüchse abgerissen um einem neuen Einkaufscenter Platz zu machen. Die modernen „Höfe am Brühl“ sollen an gleicher Stelle noch 2012 eröffnet werden und noch stärker zum Einkaufsbummel durch Leipzig einladen. Die charakteristische Aluminiumfassade der alten Blechbüchse, die unter Denkmalschutz steht, wird auch am Neubau montiert. So wird der Richard-Wagner-Platz in Leipzig einerseits modernisiert, erhält andererseits aber auch sein traditionelles Antlitz zurück.

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